1845 – 1906 (Auszug)
Ein kühner Schiffer in dem
Meer der Liebe
Warf ich in huntert schönen
Häfen Anker,
Und stets von neuem steuerte
mein schlanker,
Mein rüst’ger Kiel ins hohe
Meer der Liebe.
Auf leckem Wrack vom hohen
Meer der Liebe
Kehrt nun zurück ein
sturmgebrochner Kranker,
Vom salz’gen Schaume
Aphroditens trank er
Zu viel, zu viel auf hohem
Meer der Liebe.
Und wie Amfortas an des
Tempels Pforte,
Die Brust durchbohrt vom
gift’gen Speer der Liebe,
Entgegenschmachtet dem
Erlösungsworte:
So harrt auch ich, verflucht
vom heiligen Grale,
Halbtotgeküßt auf wildem Meer
der Liebe,
Entgegen brünstig meinem
Parzivale.